Unsere Geschichte

Die Geschichte der Entstehung der Evangelischen Freikirche Rafz EFRA

Vorbemerkung

Die Evangelische Freikirche Rafz EFRA entstand Anfang 2001 aus dem Zusammenschluss der Freien Missionsgemeinde (FMG) Rafz und der Chrischona-Gemeinde Rafz. Dabei wurde entschieden, dass sich die EFRA dem Verband Chrischona-Gemeinden anschliesst. Die Geschichte der Chrischona-Gemeinde Rafz ist sehr viel älter als jene der Freien Missionsgemeinde. Aus diesem Grund wird in dieser Kurz-Chronik auch vor allem der Werdegang der Chrischona-Gemeinde Rafz aufgezeichnet. Die Geschichte der Freien Missionsgemeinde ist aber ebenso wichtig und soll durch diese Kurz-Chronik keinesfalls an Bedeutung verlieren.

Die Anfänge

Über die Anfänge der Chrischona-Gemeinde Rafz gibt es keine gesicherten Angaben. Es ist aber bekannt, dass der Prediger H. Spörri am 6. Januar 1876 von Marthalen über den Rhein nach Rafz kam um sich mit einem Kreis von gläubigen Menschen zu treffen. Aus den Aufzeichnungen geht hervor, dass bereits früher Pilgermissionare von St. Chrischona in Rafz ihre Spuren hinterliessen.

Die Gründung der Chrischona-Gemeinde

Im September 1877 wurde schliesslich die selbstständigen Chrischona-Gemeinde Rafz gegründet. Die Versammlungen wurden nicht mehr in Privathäusern sondern neu im Saal der Kleinkinderschule abgehalten. Der erste Prediger der Gemeinde war ein Holländer und hiess Johannes Siermann.

Entwicklung der Chrischona-Gemeinde

Im Jahr 1880 konnte die Kleinkinderschule mit Wohnung für Fr. 8'500.-- gekauft werden. Bis im Jahr 1889 betreute die Chrischona-Gemeinde Rafz Menschen in Rafz, Wil, Hüntwangen, Eglisau, Glattfelden, Teufen, Blumenshalde, Neftenbach, Schöfflisdorf, Adliswil und Affoltern a.A. Im Protokollbuch wird besonders vermerkt, dass am 2. Juni 1910 das erste Mal die elektrische Strassenbeleuchtung in Betrieb war und am 4. Juni 1910 das erste malelektrisches Licht im Versammlungsgebäude brannte!

Der erste Bau der Chrischona-Gemeinde

Bereits im Jahr 1923 wurde ein Anbau an das Vereinshaus diskutiert. Dieser konnte aber wegen der hohen Zinsen nicht realisiert werden. 1924 konnte dann in Wil ein Haus für Fr. 12'000.-- gekauft werden. Darin wurde ein geräumiger Saal eingerichtet und schliesslich am 21. Mai 1925 eingeweiht.

Der Gemeinderaum in Rafz in der Kleinkinderschule wurde bald einmal zu klein. Der Plan einer Vergrösserung wurde während Jahren diskutiert. Schliesslich zeigte sich, dass ein neues Gebäude die beste Lösung wäre. Nachdem sich die Gemeinde Rafz bereit erklärte, die Kleinkinderschule für Fr. 24'000.-- zurückzukaufen, konnte ein Neubau realisiert werden. Dafür wurde ein Grundstück zum Preis von Fr. 4'400.00 gekauft. Der Bau des neuen Saales mit darüber liegender Wohnung wurde im Jahre 1930 begonnen und das neue Gebäude am 7. Dezember 1930 eingeweiht.

Gründung und Entwicklung der Freien Missionsgemeinde

Die Freie Missionsgemeinde Rafz ist im Jahr 1966 durch eine Trennung innerhalb des Evang. Brüderverein Schweiz entstanden. Anfänglich versammelten sich in einer Wohnstube etliche Personen. Durch ein kontinuierliches und erfreuliches Wachstum wurde an den Scheidwäg 10 und später an den Scheidwäg 12 umgezogen. Für die FMG Rafz war das missionarische Anliegen permanent da.

Die Erweiterung der Chrischona-Gemeinde

Der Platz für die Chrischona-Gemeinde wurde Ende der 70er Jahre immer knapper. Aus diesem Grund wurde am 15.4.1981 ein Anbau an die Kapelle beschlossen. Am 28.9.1981 wurden die Bauarbeiten aufgenommen und der Anbau am 27.6.1982 eingeweiht. Die Baukosten beliefen sich damals auf rund Fr. 638'000.-- wobei auch Renovationsarbeiten im bestehenden Gebäude ausgeführt wurden.

Der Zusammenschluss

Im Jahr 1996 legten die Chrischona-Gemeinde und die Freie Missionsgemeinde die Jugendarbeit zusammen. Dadurch entwickelte sich eine engere Beziehung, die zu der Frage führte, ob die beiden Gemeinden zusammen nicht viel effizienter den Auftrag wahrnehmen könnten. Im Jahr 1999 machten sich die Gemeindeleitungen Gedanken über einen möglichen Zusammenschluss. Im Jahr 2000 nahm eine Projektgruppe ihre Arbeit auf. Im November 2000 bzw. Januar 2001 stimmten beide Gemeindeversammlungen dem Zusammenschluss der FMG und der Chrischona-Gemeinde Rafz zu. Für die neue Gemeinde wurde der Name EFRA, Evangelische Freikirche Rafz, gefunden. Sie gehört zum Verband Chrischona-Gemeinden Schweiz.

Das Projekt

Der Zusammenschluss war nur der erste Schritt. In einem zweiten Schritt sollte die EFRA in ein neues Gebäude wechseln. Aus diesem Grund wurde bereits 2001 eine Baukommission eingesetzt, welche die verschiedenen Möglichkeiten bezüglich Nutzung der bestehenden Gebäude bzw. betreffend einen allfälligen Neubau prüfen sollte.

Nach einer rund 2-jährigen Abklärungsphase wurde an der Gemeindeversammlung vom 11. Juni 2003 bekannt gegeben, dass sich eine Erweiterung bzw. ein Neubau aufdrängt. Die Baukommission beschäftigte sich intensiv mit der Standortfrage und erwähnte zum ersten Mal den heutigen Standort als gute Möglichkeit.

Am 19. August 2003 wurde ein erstes Projekt vorgestellt. Gleichzeitig wurde ein erster Planungskredit bewilligt.

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 28. Oktober 2003 wurde ein überarbeitetes Projekt vorgestellt. Gleichzeitig wurde ein Antrag aus der Versammlung angenommen, wonach bis im Januar 2004 Fr. 400'000.-- an Gaben eingegangen sein müssen, damit ein weiterer Projektierungskredit bewilligt werden kann. Bis Ende Januar 2004 lagen die Gaben über dem Ziel von Fr. 400'000.-- was als deutliches Zeichen aufgefasst wurde. Die Planungsarbeiten wurden deshalb weiter vorangetrieben.

Zur Finanzierung des Neubaus wurde beschlossen, die Liegenschaft Chrischonawäg 14 (Chrischona-Kapelle) und jene am Scheidwäg 12 (Versammlungsraum FMG) zu verkaufen. Das Land der Chrischona-Gemeinde in Wil wurde bereits früher verkauft.

An der Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2004 wurden das vorgelegte Bauprojekt und der entsprechende Baukredit in der Höhe von Fr. 4'875'000.-- ohne Gegenstimme genehmigt.

Die Bauphase

Der Spatenstich fand am 1. Oktober 2004 statt. Die Arbeiten schritten schnell voran und die Baukommission hatte sehr viele Entscheidungen zu treffen. Für die Finanzierung wurde mit grossen Eigenleistungen der Mitglieder gerechnet. Mit viel Begeisterung und immer in einer sehr guten Atmosphäre wurden vor allem an den Samstagen, vereinzelt auch unter der Woche insgesamt rund 2'000 Fronarbeitsstunden geleistet!

Der Neubau

Am 6. November 2005 fand der erste Gottesdienst im neuen Gebäude statt. Obwohl noch nicht alles fertig gestellt war, herrschte grosse Freude und Begeisterung. Es war eine grosse Umstellung von den früheren Räumlichkeiten in den neuen grossen Saal. Es brauchte Zeit, um anzukommen, weshalb die Eröffnungstage erst in den Februar 2006 geplant wurden.